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Brief an Telent GmbH - BOS-Funkmast gegen Starnberger Bürger und Stadtrat
Geschrieben von: ane   
An: Herrn Wolfgang Krüger - Telent GmbH - 81669 München
Brief per Mail an w o l f g a n g . k r u e g e r @ t e l e n t . d e
Von: Initiative Alersberg
Starnberg, 18.10.2010

BOS-Funkmast in Starnberg

Sehr geehrter Herr Krüger,
nachdem die Initiative Alersberg am 15.10. veröffentlicht hat, dass die Firma Telent nun auf einem Privatgrundstück auf dem Alersberg, unweit eines schon im Juli von Telent vorgeschlagenen Standorts und nur 120 m neben den nächsten Wohnhäusern einen 55m hohen BOS-Funkmast errichten will, wurden wir mit verschiedenen Fragen konfrontiert,die offenbar aus früheren und aktuellen Aussagen der Firma Telent herrühren.
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Für die Initiative Alersberg darf ich Ihnen daher Folgendes mitteilen:
  • Zunächst darf ich anmerken, dass die Firma Telent seit Februar ganz offen bestrebt ist, den Bürgern in Söcking die Verantwortung für die Errichtung eines Funkmasts in Starnberg zuzuschreiben. Zu den von uns vorgeschlagenen Alternativstandorten wird regelmäßig suggeriert, die Söckinger würden nach dem „Floriansprinzip“ „ihren“ Mast lieber bei den anderen sehen. Dem ist entschieden entge gen zu treten. Die Firma Telent will den Mast auf dem Alersberg errichten, es ist also nicht der Mast der Söckinger, sondern der der Telent.
  • Verständlicherweise will niemand einen entsprechenden Funkmast in unmittelbarer Nähe zu seinem Haus oder seiner Wohnung. Die Verantwortung für eine bürgerverträgliche Digitalfunk-Lösung für Starnberg trägt die mit der Standortakquise beauftragte Firma Telent. Wir Bürger haben uns jeden falls seit Februar in unserer Freizeit sehr intensiv dafür engagiert, einen technisch gut geeigneten und für alle Starnberger Bürger akzeptablen Standort zu finden. Wir haben wiederholt konstruktive Vorschläge gemacht, auch konkrete Standortvorschläge. Bis heute hat uns die Firma Telent jedoch noch nicht einmal bekannt gegeben, was genau man mit unseren Vorschlägen gemacht hat.
  • Es wird behauptet, mit der jetzigen Entscheidung von Telent für einen neuen Standort auf dem Alersberg komme man den Wünschen der Bevölkerung in Söcking entgegen. Hierzu ist anzumerken, dass die Bürger in den Bürgerversammlungen am 21.4. und 14.7. einen Funkmast auf dem Alersberg wegen der geringen Entfernung zur Wohnbebauung jeweils einstimmig abgelehnt und die Realisierung der vorgeschlagenen Alternativen empfohlen haben. Der Stadtrat hat am 28.6. den Hauptausschussbeschluss vom 1.2. aufgehoben und das am 8.3. von den Fraktionen von CSU, WPS, FDP und Parteifreie eingebrachte Konzept zur Standortsuche für Funkmasten in Starnberg einstimmig beschlossen; ein wesentlicher Grundsatz lautet: „Der Abstand zur Wohnbebauung muss möglichst groß sein.“ Die von Telent vorgeschlagenen Standorte sind allesamt zu nahe an der bestehenden Wohnbebauung. Dies ergaben ein Blick auf die Flurkarte und Besichtigungen vor Ort.
  • Es wird behauptet, der neue Standort sei mehr als doppelt so weit von der Gartenstadt entfernt als der ursprüngliche Standort am Wasserhochbehälter. Dazu ist feststellen, dass der Abstand des ursprünglichen Standorts am Wasserhochbehälter zur nächsten Wohnbebauung 70m beträgt. Der Abstand des neuen Standorts zu nächsten Wohnbebauung beträgt 120 m. Der Abstand des Alternativstandorts an der Hadorfer Straße zum ehemaligen BND-Gelände beträgt 650m und zum Ortsteil Söcking 1000m. Der Abstand des bereits bestehenden Funkmasts neben der Autobahn zur Munich International School beträgt 1400m und zum Ortsteil Wangen 600m. Standorte auf dem Alersberg sind daher nicht mit den vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Grundsätzen vereinbar. Es gibt technisch sehr gut geeignete und realisierbare Alternativstandorte mit größerem Abstand zur Wohnbebauung.
  • OS TERA Digitalfunk Behördenfunk Tetrapol Funkmast Sendemast Sender Mobilfunksender Mobilfunkmast Standortgewinnung digitaler BOS-Funk Telent GmbH DigiNet Es wird behauptet, der neue Funkmast auf dem Alersberg soll „nur“ 50 bis 55m hoch werden. Von der Gartenstadt aus sollen nur die Antenne und die Mastspitze zu sehen sein. Dem ist entgegen zu halten, dass die Telent der Stadt Starnberg zunächst den Bau eines 38 bis 40 m hohen Masts neben dem Wasserhochbehälter angekündigt hatte. Erst am 21.6. wurde der Stadt bekannt gegeben, dass der Mast tatsächlich 60m hoch hätte werden müssen. Ein Praxistest mit einer 60m langen Schnur mit drei mit Gas gefüllten Luftballons in 40, 50 und 60m Höhe am nun neu vorgeschlagenen Standort hat bewiesen, dass alle drei Luftballons, also schon ab weniger als 40m Höhe, von verschiedenen Stellen aus in der Gartenstadt gut sichtbar sind.
  • Es wird behauptet, die von uns vorgeschlagenen Alternativstandorte an der Hadorfer Straße bzw. neben der Autobahn kosten zusammen rund 900.000 Euro mehr, als der ursprüngliche Standort am Wasserhochbehälter auf dem Alersberg. Dazu ist festzustellen, dass diese angeblichen Mehrkosten bis heute nicht belegt wurden. Zudem können rein monetäre Aspekte für eine solche Standortentscheidung nicht ausschlaggebend sein. Wir befürchten, dass Sie bei der Standortsuche den Landkreis Starnberg mit seiner einzigartigen Topographie nicht in der Tiefe berücksichtigt haben, die erforderlich gewesen wäre. Die frühe Festlegung auf neun Sendeanlagen, die den Landkreis versorgen sollen,war wohl fehlerhaft. Eine zehnte Antenne (auf dem bereits bestehenden Funkmast neben der Autobahn), die nach Ihren Aussagen bei der Berücksichtigung des Alternativstandortes an der Ortsverbindungsstraße nach Hadorf erforderlich ist, ist auch im Vergleich zu anderen topographisch schwierigen Landkreisen im Oberland durchaus zu vertreten.
  • Sehr geehrter Herr Krüger, im Namen der Initiative Alersberg bitte ich Sie, den Standort auf dem Alersberg aus den genannten Gründen nicht mehr weiter zu verfolgen und jetzt möglichst schnell mit der Realisierung der bereits vor Monaten vorgeschlagenen Alternativstandorte zu beginnen.
Herr Erster Bürgermeister Pfaffinger, die Fraktionen im Stadtrat Starnberg und die örtliche Presse erhalten eine Kopie dieses Schreibens.
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Mit freundlichen Grüßen
Lothar Köhler
Sprecher der „Initiative Alersberg“
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