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Brief der Initiative Alersberg an Bürgermeister Pfaffinger
Geschrieben von: ane   

Den Brief an unseren Bürgermeister im Original können Sie hier als pdf downloaden.

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
vielen Dank, dass Sie unserer Bitte vom 12. März 2010 entsprechen und nun am 21. April 2010 eine ordentliche Bürgerversammlung für den Stadtteil Söcking zum ursprünglich vorgesehenen Neubau eines Mastes für den BOS-Digitalfunk in Söcking abhalten werden. In unserem Gespräch am 12. März haben wir zwar deutlich gemacht, dass wir gegen einen BOSFunkmast auf dem Alersberg sind, weil dieser dort viel zu nahe an den nächsten Wohnhäusern stehen würde. Wir haben aber auch betont, dass wir nicht gegen den BOS-Digitalfunk an sich sind, sondern nur eine bürgerverträgliche Lösung in der Standortfrage fordern.
Wie Sie wissen, bemühen wir uns nach Kräften, um Sie bei der Suche nach bürgerverträglichen BOSAntennenstandorten zu unterstützen. Bereits am 15. Februar 2010 haben wir Ihnen vorgeschlagen, den Funkmast für den BOS-Digitalfunk nicht auf dem Alersberg, sondern besser nordöstlich der Ortsverbindungsstraße Söcking-Hadorf errichten zu lassen. Dieser Standort liegt genauso hoch wie auf dem Alersberg, befindet sich aber mindestens 1000 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt.
Für den Fall, dass die BOS-Funkversorgung des Stadtgebiets alleine mit diesem Standort und der bereits vom Bauausschuss genehmigten Ergänzung des Mobilfunkmasts beim ehemaligen S-Bahnhof Mühltal um eine BOS-Digitalfunkantenne nicht ausreichen sollte, schlagen wir vor, auf dem bereits errichteten Mobilfunkmast von O2 zwischen Wangen und Percha ebenfalls eine BOS-Antenne zu montieren. Zur näheren Darstellung haben wir eine Standortskizze erstellt, die wir diesem Schreiben beilegen. Damit könnten aus unserer Sicht folgende wesentliche Vorteile erzielt werden:
- Die BOS-Funkversorgung wäre im gesamten Stadtgebiet Starnbergs inklusive aller Ortsteile in jedem Fall optimal. Die Leistungsflussdichten wären gering, da die Sendeleistung der einzelnen Masten niedrig gehalten werden könnte. Auch die Strahlenbelastung für die mit Handfunkgeräten
operierenden BOS-Kräfte wäre niedrig, weil die Handfunkgeräte eine optimale Funkverbindung
hätten.
- Alle Standorte liegen in größerer Entfernung zu Wohngebieten. Dies entspräche einer guten Gesundheitsvorsorge der Wohnbevölkerung, Wohn- und Lebensqualität der Menschen sowie der Wert der Wohnimmobilien würde nicht negativ beeinträchtigt.
- Die Schönheit der Landschaft in Starnberg würde kaum zusätzlich belastet, da die Mobilfunkanlagen bei Wangen und im Mühltal schon existieren und eine reine BOS-Antenne im Wald zwischen Söcking und Hadorf optisch wenig stören würde.
- Beim Bau der Basisstation zwischen Söcking und Hadorf entstünden im Vergleich zum Alersberg nur geringe Zusatzkosten (Ankauf von ca. 200 Quadratmeter Wald, Herstellung einer Stromversorgung). Auf dem Mobilfunkmast von O2 bei Wangen müsste – wie im Mühltal – nur noch eine
zusätzliche BOS-Antenne montiert werden.


Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wir bitten Sie, unseren o.g. Vorschlag noch vor der Bürgerversammlung prüfen zu lassen und das Ergebnis am 21. April vorzustellen. Wir bitten Sie auch, dass Sie in der Bürgerversammlung nicht nur das Zustandekommen der Beschlussfassung des Hauptausschusses vom 1. Februar erläutern, sondern auch alle technisch machbaren und bürgerverträglichen BOSStandorte (möglichst großer Abstand zur Wohnbebauung) darstellen. Schließlich haben Sie in der Stadtratssitzung am 22. Februar selbst erklärt, dass die BOS-Antenne auch deutlich weiter weg vom Alersberg stehen könne.


Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihre Bemühungen.


Eine Kopie dieses Schreibens übermitteln wir auch an die örtliche Presse und die im Stadtrat vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften.

 

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Köhler
Sprecher der „Initiative Alersberg“