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Alternativstandorte nicht geprüft
Geschrieben von: ane   

Sendeanlage - Alternativstandorte nicht geprüft Leserbrief zum Artikel STA-Merkur vom 23.4.10, S.3 Lokales (um den Artikel zu lesen, bitte auf das Bild klicken)

Der Bericht von Frau Irlbauer ist gut recherchiert und gut geschrieben. Einen wichtigen Aspekt vermisse ich allerdings. M.E. hat Bürgermeister Pfaffinger in der Bürgerversammlung in Söcking am 21.April  eine einmalige Chance vertan, Herz und Verstand seiner Bürger zum Thema Digitalfunk zu gewinnen:

Zum einen hatte er wohl zu wenig politisches Gespür und seine Verwaltung zu wenig Erfahrung, um zu erkennen, dass  über 450 Bürgern das Thema „Standort Funkturm“ interessieren könnte und er vor der wohl seit vielen Jahren best besuchten Bürgerversammlung sprechen würde. Die aufgestellte kleine DIA-Leinwand und das nur eine Mikrophon hätten für ihn und ein gefülltes Klassenzimmer gereicht, die meisten Bürger in der fast vollen Max-Dittrichhalle waren jedoch nur verärgert und frustriert, weil wir alle ab der fünften Reihe weder die Folien der Referenten lesen noch etwas klar verstehen konnten. Es gab deshalb Zwischenrufe, Unmutsäußerungen und Gelächter, auch z.B. als Bürgermeister Pfaffinger ernsthaft einer Bürgerin gegenüber behauptete, er habe sie zweimal richtig verstanden, obwohl er zweimal ihren Antrag in sein Gegenteil umformulierte. Zum anderen hat es Herr Pfaffinger nicht verstanden, seine Bürger ernst zu nehmen und sie klar verständlich zu informieren. Auf mehrere Bürgerfragen z.B. zu Gesundheitsrisiken und Grenzwerten beim Digitalfunk zeigte seine Antwort, „Ich bin kein Mediziner“ seine Hilflosigkeit. Erwartet und gewünscht hätten sich viele von uns ein kräftiges „ Ich nehme ihre Ängste ernst! Wir wollen eine Funkturm-Schutzzone für unsere Bürger, mindestens 300 – 500 m weg von allen Starnberger Wohngebieten! Deshalb fordere ich das Innenministerium auf, neue, alternative Standorte zu suchen, wie es unsere Söckinger Bürger hier fordern!“. Und - er hätte auch für alle Starnberger sagen können: „ Wir in Starnberg wollen aus Sicherheitsgründen für unsere Bürger ein Unter-Schreiten der maximal möglichen Sendestrahlung! “. Leider enttäuschte hier Herr Pfaffinger: er griff nicht aktiv, gestalterisch in die Bürgerversammlung ein sonder verschanzte sich hinter seinem „Moderator“ Weinl, der selbst wiederum weder den Überblick zu allen Fragestellern hatte und viele vergaß, noch neutral war, sondern seine persönliche Meinung vor den Fachantworten einflocht und dadurch die Versammlung etwas tendenziös lenkte. Auch dies war bestimmt nicht immer Pfaffingers Absicht, aber, wie gesagt, er griff nicht ein, warum auch immer. Ich denke, für die Stadtratssitzung am 17.5.10 sollte sich Herr Pfaffinger besser vorbereiten und engagieren, um die  Anträge der Parteien und die der Bürger aus der Bürgerversammlung, die aus guten Gründen keinen Digitalfunk auf dem Alersberg wollen, in ihrem tieferen, allgemein gültigen Kern zu verstehen und um seine Bürger nicht erneut zu enttäuschen. 

Klaus J. Wagner